Dienstag, 23. August 2011

Mariengrotte in München Trudering


Wozu selbst zu viel aus den Fingern saugen, es gibt doch so schöne Texte in einschlägigen Werken dazu.
Und auch im Internet findet sich schon Lesenswetes: http://www.waldperlach.de/informationen/Recherche%20Friedensgrotte.pdf


Ich erlaube mir nur ein paar kleine Fehler zu beseitigen.

Aufsatz: "Gebet zwischen Vögeln und Eichhörnchen"
Artikel im Münchner Merkur
Verfasserin: Carmen Ick-Dietl

Viele Menschen suchen bei der Lourdes-Grotte im Truderinger Wald Antworten: Wer sich in den Wald begibt, der lässt den Alltag los, der lauscht den Waldvögeln und hält nach Rehen Ausschau. Der ein oder andere geht auf solch einem Waldsparziergang auch in sich, sucht unterm freien Himmelszelt ein Gespräch mit Gott.

Im Truderinger Wald gibt es dafür einen eigenen Ort: Die Lourdes Grotte. "Zur Grotte für den Frieden, den die Welt nicht kennt" steht am Waldeingang gegenüber der Fauststraße 80. Nach etwa 100 Metern taucht auf der rechten Seite eine kleine Lichtung mit einer Mariengrotte auf. Auf den Bänken, die in drei Halbkreisen davor aufgebaut sind, sitzen vereinzelt Frauen und Männer. Manche haben die Augen geschlossen, beten
still vor sich hin. Ab und zu kommt ein Radfahrer vorbei, unterbricht seine Fahrt, setzt sich für kurze Zeit dazu. Es herrscht absolute Stille. Man hat den Eindruck einer unendlichen Freiluft-Kathedrale;  statt Glockengeläut ist nur das sanfte Rauschen der Bäume zu hören.

An machen Tagen springen auch Vögel und Eichhörnchen um die Leute herum. Gleich neben der Grotte stehen einige Vogelhäuschen. Der Ort besitzt eine ganz besondere Kraft, erzählt eine ältere Damen im Flüsterton. Seit über 13 Jahren komme sie immer wieder hier her. Meist auf der Suche nach Antworten auf drängende persönliche Fragen. Diese Antworten bekomme sie hier, davon ist sie überzeugt. Andere wollen nicht reden, sondern einfach die Ruhe genießen. Vor dem schmiedeeisernen Türchen stehen frische Blumen als Dank.
Die Grotte hat eigentlich einen ganz weltlichen Hintergrund", erzählt der Truderinger Chronist Peter Wagner. Anfang 1932 planierten Handwerksleute und eine Jugenddienstgruppe der Caritas mitten im Wald ein mehr als acht Tagwerk großes Gelände, bauten einen 650 Meter langen Zaun darum und errichteten eine 30 mal sieben Meter große Baracke. Die Katholische Elternvereinigung von München hatte den Bau dieses Spiel- und Walderholungsplatzes veranlasst. Am 26. Juni 1932 wurde der Platz im Beisein von Tausenden von Menschen vom Kardinal Faulhaber eingeweiht. Auf dem "KardinalFaulhaber-Walderholungsplatz" wurde auch eine Marienstatue aufgestellt, die später in einer Lourdes-Grotte Aufnahme fand.
Im Krieg wurde die Anlage, bis auf die Grotte zerstört. "Nach dem Krieg waren Zaun und Steine der Baracke bald verschwunden", erzählt Wagner. "Die katholische Jugend von Christi Himmelfahrt entzündete hinter der Grotte immer große Johannisfeuer" erinnert er sich.

Bis heute wird an der Grotte einmal im Monat der Rosenkranz gebetet, immer am auf den Sonntag nach dem 10. jeden Monats um 15 Uhr. Im Winter veranstaltet die Pfarrei St. Peter und Paul dort außerdem ihre Waldweihnacht.

Keine Kommentare:

Kommentar posten